Womit sollte ein Handwerksbetrieb anfangen?
Fangen Sie bei dem an, was Sie am meisten stört, und nicht bei der Technik. Fragen Sie im Büro und auf der Baustelle, was immer wieder liegen bleibt oder doppelt gemacht wird. Meist kommen dieselben Antworten.
Vom Angebot zur Rechnung. Wenn Angebot, Auftrag und Rechnung getrennt geschrieben werden, wird alles mehrmals abgetippt. Ein gemeinsamer Stand spart Zeit und verhindert vergessene Positionen.
Vom Büro auf die Baustelle. Wenn Monteure Aufträge und Fotos am Handy sehen und direkt eintragen, was erledigt ist, entfallen Rückrufe und Zettel, die erst abends im Büro ankommen.
Termine und Einsatzplanung. Eine Übersicht, wer wann wo ist und welches Fahrzeug eingeplant ist, zeigt doppelte Termine sofort.
Nachfragen von Kunden. Wer selbst sehen kann, wie weit sein Auftrag ist, muss dafür nicht anrufen.
Reicht eine Handwerkersoftware von der Stange?
Oft ja. Für das Handwerk gibt es Branchensoftware, die Angebote, Aufträge und Rechnungen abdeckt. Prüfen Sie zuerst, ob ein solches Programm zu Ihrem Gewerk passt. Lassen Sie sich dafür einen echten Auftrag zeigen, auch mit einem Sonderfall aus Ihrem Alltag. Wenn ein fertiges Programm genügt, sagen wir Ihnen das im Erstgespräch.
Eine eigene Lösung oder eine kleine Automatisierung lohnt sich, wenn danach eine Lücke bleibt. Zum Beispiel, wenn Sie nach eigenen Regeln kalkulieren, wenn Unterlagen immer noch von Hand sortiert werden oder wenn Ihre Kunden einen eigenen Zugang bekommen sollen. Wie wir das angehen, steht auf den Seiten zur Automatisierung von Abläufen und zur Individualsoftware.
Wie bleibt die Digitalisierung im Handwerk bezahlbar?
Nehmen Sie sich zuerst nur einen Ablauf vor. Wenn er gut läuft, können weitere folgen. So merken Sie schnell, ob es hilft, und Ihr Team gewöhnt sich Schritt für Schritt daran.
Binden Sie die Leute früh ein, die später damit arbeiten. Wer den Ablauf täglich macht, kennt die Sonderfälle, die sonst erst im Betrieb auffallen. Bei uns kommen deshalb Ihre Mitarbeiter in der Prozessanalyse zu Wort. Sie müssen dafür nichts vorbereiten.
Bei den Kosten hilft es, nicht alles auf einmal zu zahlen. Ihre Software können Sie in Raten bezahlen oder ab 449 € netto im Monat mieten statt kaufen.
Gibt es Förderung, und was gilt für die E-Rechnung?
Für die Digitalisierung im Handwerk gibt es Programme von Bund und Ländern. In Bayern kommt etwa der Digitalbonus infrage, im Saarland DigitalInvest KMU und bundesweit der Förderkredit der KfW. Erteilen Sie den Auftrag erst, wenn die Förderstelle es erlaubt. Der Überblick steht im Ratgeber zur Förderung von Software und Digitalisierung.
Auch die E-Rechnung betrifft Handwerksbetriebe. Empfangen müssen Sie sie schon seit Januar 2025. Was ab 2027 für Rechnungen an andere Unternehmen gilt, steht im Ratgeber E-Rechnung 2027.
Häufige Fragen
Sind wir für eigene Software nicht zu klein?
Das kommt auf das Vorhaben an. Eine Automatisierung für einen einzelnen Ablauf gibt es bei uns ab 2.900 € netto. Für viele kleine Betriebe ist das der bessere Anfang als ein ganzes Programm.
Müssen unsere Monteure dafür etwas installieren?
Nein. Unsere Web-Apps laufen im Browser am Handy, Tablet oder Computer. Wer sie oft nutzt, kann sie am Handy als Symbol auf den Startbildschirm legen.
Wie viel Zeit müssen wir selbst einplanen?
Die meiste Zeit brauchen wir von Ihnen am Anfang. In der Prozessanalyse zeigen uns Ihre Leute, wie die Arbeit heute abläuft. Während der Entwicklung sehen Sie alle 2 Wochen den Zwischenstand.